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Der GBH - erschaffen aus Geldgier & Egomanie
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Grus51
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Beitrag1/3, Verfasst am: 10.04.2015, 10:40   

Betreff:   Der GBH - erschaffen aus Geldgier & Egomanie
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Wer als Hundefreund mit jahrzehntelanger Erfahrung als Halter, Züchter, Zuchtwart und Richter selbst einmal intensiv mit GBH zu tun hatte oder hat, kennt die Gefahren, welche von einem derart unausgegorenen Bastardierungsobjekt ausgehen. Dabei muß festgehalten werden, daß der GBH an sich ein ruhiger und umgänglicher Hund, eben der typische Sanguiniker ist. Das aber genügte den Bastardierern nicht, sie wollten auch eine genehmigungsfreie Waffe herstellen und das ist ihnen gelungen.
Der GBH ist alles nur kein Anfängerhund - obwohl ich solche Begrifflichkeiten hasse, fällt mir nichts besseres ein Exclamation - denn sein Charakter ist darauf ausgerichtet, die ihm eigene Bestimmung konsequent zu praktizieren. Er will eine (seine) Herde schützen und das tut er gegen alles was ihm in irgendeiner Form bedrohlich erscheint mit Vehemenz. Seine unbändige Kraft, die er dabei freiläßt und die aus einer enormen Körpermasse von fast einem Doppelzentner herausexplodiert, schlägt alleine durch die Wucht ihres Aufpralls auch sehr starke Angreifer zu Boden. Der Hundeführer muß wissen, was er da am Faden hängen hat und vor allem muß er die Situation selbst sehr sicher und sehr zeitig erkennen um nicht zum lächerlichen Anhängsel seines vierbeinigen Begleiters zu werden. Ein GBH ist genetisch so programmiert, daß er ohne "Rückfrage" halten zu müssen stets seine Entscheidungen der Situation angepaßt selbst trifft und da läßt er sich von niemandem hineinreden! Man mag das als Sturheit bezeichnen - die es in gewisser Weise auch ist - doch die Adjektive kompromißlos konsequent kennzeichnen das Wesen dieser Hunde korrekt.

Möchte man einen Mastino Napoletano besser mit "Sie" anreden, so ist der GBH dagegen ein echter Kumpeltyp, was durch die gänzlich unterschiedliche Physiognomie noch zementiert wird. Leider! Denn gerade dadurch weckt er in vielen unbedarften "Auchhabenwollern" völlig falsche Vorstellungen und somit entstehen erst jene Probleme die es nicht geben bräuchte, wenn in diesem Lande eben nicht jeder Dahergelaufene mal eben schnell eine neue Hunderasse erfinden dürfte.

Zitat:
pia schrieb am 14.10.2014 - 12:22 Uhr
ich habe eine frage zu der rasse , wir haben auch einen germanischen bärenhund er ist noch ein welpe ist jetzt 6 monate alt aber irgendwie ist er mnchmal sehr agressiev und wir wissen nicht wie wir es machen sollen das er uns bzw mich nicht mehr beißt es ist am anfang zwar spielerisch aber dann wird er agresiev und versucht richtig zu zu beißen
jetzt ist meine frage wie bekomme ich es hin das er ruhiger wird

Eine wirkliche Antwort auf diese Frage konnte ich trotz intensiver Suche nicht finden.

Davon gänzlich abgesehen, daß diese Art zu spielen völlig normal ist - das vorpubertäre Aufmüpfigkeitsstadium ist nunmal da um die Claims abzustecken, damit Hund sich späterhin auch richtig einordnen kann - ist doch sonnenklar daß sich hier ein total unverantwortlicher Welpenverkäufer und ein ebenso unverantwortlicher Käufer getroffen haben wobei die weitaus größere Aktie dem Käufer zukommt. Der Verkäufer muß nicht die tatsächliche Befähigung eines Interessenten in Frage stellen wenn sich dieser anscheinend zielbewußt seinem Wunschobjekt nähert. Viele Käufer sind gute Schauspieler und noch mehr sind allein von der Macht ihrer Scheinchen überzeugt. Sie sind im Grunde dumme, lernresistente Neureiche - das lächerlichste Klischee paßt auf solche Menschen haargenau. Leider erkennt man sie nicht immer auf Anhieb und manch ein Welpenhersteller will sie auch nicht kennenlernen!

Mit 6 Monaten anfangen wollen einen Rüpel zu erziehen ist zwar nicht generell aussichtslos aber in diesem Falle besteht wohl keine Hoffnung mehr denn hier wurde ja alles versäumt, angefangen beim viel zu zeitigen trennen von der Mutter und den Wurfgeschwistern. Da hat eine "Pia" ganz sicher Null Chancen, dazu sollte der "kleine Racker" umgehend in ein anderes Umfeld wechseln wo er von einem Menschen betreut und geführt wird, der weiß wie Hund tickt. Ansonsten tickt er als Zeitbombe weiter!

Eine andere Findstelle zitiert die Aussage eines Menschen, der sich für die Anerkennung dieser Bastarde als Rasse einsetzt, selbst so einen GBH besitzt und ein Buch darüber verfaßt hat:
WAZ schrieb wie folgt:
Und auch der Schutzinstinkt des Hundes führe ab und an zu unangenehmen Situationen.

„Wenn ein anderer Hund meiner Tochter zu nah kommt, dann schmeißt er sich auf ihn. Das ist echt peinlich“,
sagt Auto Jörg Krämer.

Und so lange wie es nur peinlich ist, passiert ja nichts weiter aber was, wenn aus dem "draufschmeißen" ein echtes Niedermachen wird und ein unbedarfter Hundehalter oder gar unbeteiligter Dritter mit einem Körperteil dazwischengerät ? Da ist es dann Schluß mit lustig - doch man muß nicht erst das Szenario ins letzte ausmalen, es genügt ja wohl schon, wenn ein anderer Hund durch so eine Wuchtbrumme zu Schaden kommt. Der GBH muß es nichtmal allzu böse meinen - wenn der etwas kleines packt und nurmal durchschüttelt, dann kann es das schon gewesen sein! Dafür wird, kann und soll kein wirklicher Tierfreund Verständnis haben. Dafür darf überhaupt kein denkfähiger Mensch Verständnis aufbringen Exclamation Fakt ist, solche Hunde braucht niemand und es gibt wirklich nur einen einzigen Grund für deren Existenz: Skrupellose Geldgeilheit ihrer Schöpfer!

Diese Aussage trifft natürlich nicht allein auf den GBH zu sondern gilt für alle sinnlosen Bastardierungen wie Deutscher Bärenhund, Marxdorfer Wolfshund, Chiwalonka, Pekilonka u.v.a.m. die von der vornehmlich Deutschen Hundemafia erschaffen wurden und weiterhin erschaffen werden. Wie krank das alles ist zeigt ja schon alleine der Umstand, daß sich diese Bastardierer ihren genetischen Müll auch noch patentrechtlich schützen lassen. Wohlgemerkt, da soll dem Unbedarften suggeriert werden, daß eine vorgebliche Rasse geschützt sei. Das aber ist eine arglistige Täuschung, denn etwas was es nicht gibt, kann man nicht schützen und darüberhinaus gibt es keinen Patentschutz für Lebewesen! Geschützt werden kann nur etwas, was es so nicht gibt, was dem Erfindergeist des Antragstellers nachweislich zuzuschreiben ist. Der muß es nicht selbst erfunden haben, es genügt wenn er die den Gegenstand der Erfindung beschreibenden Dokumente vorweisen kann und zugleich den Nachweis erbringt, daß diese Erfindung einmalig in ihrer Art und vor ihm noch nicht anderorten gemacht und geschützt worden ist. Der einzige Schutz beschränkt sich somit auf den frei erfundenen Namen. Tja, wem es weiterhilft, sich ein paar aneinandergereihte Buchstaben als Ersatz für den Sammelbegriff "Bastard" beim Deutschen Patentamt gegen Gebühr für zehn Jahre schützen zu lassen . . . Laughing
Da bekanntlich die Dummheit eine sich selbst reproduzierende Eigenschaft ist, finden sich auch immer wieder reichlich Dumme, die für Bastarde mit Buntpapier reichlich Geld ausgeben. Das sind vermutlich jene Menschen, die auch davon überzeugt sind, den Stein der Weisen irgendwann in einem Überraschungsei zu finden.

Um Irritationen auszuräumen:
Es geht nicht darum, ob eine bestimmte Sorte Hund nun von der FCI oder dem VDH als Rasse anerkannt wird oder nicht! Es gilt schlichtweg zu unterscheiden, ob es sich um eine Rase handelt oder eben um simple Bastarde. Dazu muß man wissen, wie eine wirkliche Rasse entsteht und wenn man sich damit ernsthaft beschäftigt kommt man ganz schnell auf den Punkt wo es feststeht, daß diese selbsternannten "Erstzüchter" nichts weiter als betrügerische Scharlatane sind denn sie verfügen weder ansatzweise über das kynologische Fachwissen noch über Zeit, Geld und technische Grundvoraussetzungen um eine neue Rasse schaffen zu können! Stattdessen werfen sie ihren kriminellen Einfallsreichtum in die Wagschale mit dem sie sich die Lizenz zum Gelddrucken ergaunert haben. Da es keinen wirklich seriösen Verein gibt, der solchen Leuten für deren Vorhaben auch nur ansatzweise Unterstützung und schon gar nicht irgendwelche Abstammungsnachweise ausstellen würde, gründen sie selbst einen eigenen Verein - oder auch gleich ein Dutzend solcher Gebilde - um nun freiweg die so heißbegehrten "Papiere" selbst zu drucken. Und da in einer üblichen Ahnentafel kaum mehr als drei Generationen Vorfahren erfaßt sind, kann man hier sogar problemlos die unterschiedlichen Rassen korrekt eintragen. Weil ja die gefallenen Bastarde mit der neuen, erfundenen Bezeichnung als "Rasse" eingetragen werden, solche Bastardierer aber nicht viel Skrupel haben wenn es gilt die finanzielle Zielsetzung zu erreichen, ist bestenfalls nach drei Jahren eine lückenlose Abstammung "reinrassiger" Bastarde nachzulesen.
Einen Standard erfinden die Schöpfer natürlich auch gleich mal im Alleingang denn sie sind ja nunmal anerkannte Fachleute. Hm, anerkannt von wem bitte?

Die Neuzüchtung einer Rasse wird, wenn sie wirkllich fachlich fundiert ist, einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten in Anspruch nehmen. Wieviele Fehlschläge dabei hinzunehmen sind, wieviele Nachzuchten dabei trotz strenger Vorselektion im Welpenalter noch als nicht weiter zu verfolgen erst als Juvenile oder gar Adulte festgestellt werden, ist enorm. Alle diese Tiere müssen versorgt werden, müssen zu großen Teilen selbst zur Reproduktion gebracht werden und dabei muß deren Unterbringung über mehrere Jahre hinweg konsequent und separiert erfolgen. EIN Erstzüchter - das ist sowas von anmaßend dumm und lächerlich, daß es einem Denkfähigen fast schon leid tut um diese Zurückgebliebenen, welche selbst daran glauben.

Es ist nur gut und folgerichtig, daß Wikipedia solche "Rassevorstellungen" konsequent löscht denn deren einziger Zweck ist nichts weiter als simple Verkaufsförderung durch gezielte Verblödung etwaiger Interessenten.

Das schreibt einer, der selber nie einen GBH hatte und auch keinen gesteigerten Besitztrieb dazu entwickeln wird.
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Beitrag2/3, Verfasst am: 17.07.2016, 14:16   

Betreff: "Hamburger Bärenhund" schrieb:
Antworten mit Zitat Beitragsreport  Markiere diesen Beitrag und Anhänge als ungelesenen

Zufällig bin ich auf einen Artikel gestoßen, der sich mit dem GBH beschäftigt.
Die Autorin ist uns allen gut bekannt, kann sich aber hier nicht mehr äußern und hat leider auch keinerlei Interesse daran.

M.A. schrieb wie folgt:
Beitrag von hamburger-baerenhund 19.02.11 - 14:36 Uhr
Durch Zufall bin ich auf den "Germanischen Bärenhund" gestossen.
Der Bärenhund - das unbekannte Wesen. In keinem Fachbuch steht etwas darüber. Bevor ich also 2009 mir meinen Bären ins Haus holte, habe ich Google gequält, daß der PC rauchte. Je mehr ich über den Bärenhund herausfand, um so mehr reizte mich die Rasse.....

Und was soll ich sagen, bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut.

Kein Tag ist langweilig oder eintönig. Der Charakter, eigene Erfahrungswerte:

Der Germanische Bärenhund ist ein sehr kinderlieber und trotz seiner Größe im Umgang auch mit sehr kleinen Kindern ein überaus vorsichtiger Hund. Er ist sehr wachsam auf dem Grundstück, aber kein Kläffer. Es sei denn, der Familie oder dem Grundstück droht Gefahr, dann ist der riesige Hund weithin hörbar und durchaus furchteinflößend.
Der Germanische Bärenhund verteidigt seine Familie mit aller Kraft und großer Hundeliebe. Diese Rasse ist leicht abzurichten und absolut gehorsam. Der Hund ist bärenstark, riesengroß, sanftmütig, aggressionslos, wesensfest und von guter Gesundheit.
Dieser bärige Riese ist zum täglichen Toben, auch mit Kindern aller Altersgruppen, sowie zur Haltung im Haus geeignet. Man kann diesen lieben Bären aber auch bei strengem Frost im Freien halten, dann benötigt er nur eine regen- und windfeste Unterkunft. Er stellt keine besonderen Ansprüche, ist für ausgewogenes Futter, viel Auslauf und Bewegung im Freien sehr dankbar. Der Germanische Bärenhund schwimmt sehr gerne und mit großer Ausdauer.

Er ist hunde- und katzenverträglich und freut sich über einen vierbeinigen Spielgenossen. Bei richtiger und guter Haltung sind Familie und Hund für das ganze Hundeleben ein Herz und eine Seele. Er ist Fremden und Neuem gegenüber sehr zurückhaltend, wenn er nicht will, legt er erstmal seine Stirn in Falten und überlegt........ Hat er jemanden als Freund ausgewählt, ist Standfestigkeit ratsam, er kann wie ein Bulldozer einen umrennen! Der Boden bebt, wenn er angerannt kommt.

Da der Germanische Bärenhund bis heute leider keine FCI-Anerkennung hat, habe ich meinen Bären kurzhand eine HP verpaßt, um diese Rasse bekannter zu machen. Natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dann wurde ein Forum gegründet, welch ein Glück - es gab also doch noch mehr Bärenfreunde, und ich hoffe, es werden noch mehr....

Meine Freizeit verbringe ich seit Jahren aktiv als Ausbilderin, Zuchtwartin und Richterin. Für mich gibt es nichts Schöneres, als für unsere Vierbeiner da zu sein. Und auch für deren Besitzer, denn es gibt immer mal Probleme oder Fragen.


Mein Motto lautet:
Miteinander und Füreinander zum Wohle der Hunde!


Bärenstarke Pfötchengrüße aus Hamburg

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Beitrag3/3, Verfasst am: 17.07.2016, 14:21   

Betreff: Freunde der Germanischen Bärenhunde von 2012 e.V.
Antworten mit Zitat Beitragsreport  Markiere diesen Beitrag und Anhänge als ungelesenen

Dort findet sich auch gleich folgende Passage auf der Startseite, allerdings in miserabler Formatierung:
Zitat:

Meine 5 Hunde werden bzw. wurden alle nicht alle vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) als reinrassig anerkannt. Der VDH ist der international anerkannteste Dachverband, dem etwa 160 deutsche Hundzüchter-Vereine angeschlossen sind. Er ist der internationalen Dachorganisation Fédération Cynologique International (FCI) angeschlossen. Es gibt andere Verbände, die sich auch "international" nennen, aber die Rasse-Standards werden vom FCI gemacht.

Für den VDH sind/waren meine Hunde Mischlinge, obwohl sie Ahnentafeln besitzen. Buck ist sogar ein reinrassiger Germanischer Bärenhund (mehrfach prämiert bei internationalen Hundeausstellungen), wie auch unsere etwas zu klein gebliebene Dolly. Sie besitzen international anerkannten Urgroßeltern und haben vom Urzüchter Carsten Kieback ausgestellte Papiere.
Nur, weil sich die Verbände untereinander nicht "grün" sind und unsere Dachverbände, der DRC (Deutscher Rassehunde Club), der NKV (Nationaler Kynologischer Verband) und der übergeordnete internationale Dachverband IHV (Internationaler Hunde Verband) vom "großen" VDH nicht anerkannt werden, heißt dieses diese nicht, dass hier weniger gute Zucharbeit geleistet wird.


Soviel verquaster Unsinn, das ist schon ein Dilemma! Für den Schreiber der das verzapft hat, weniger für die Hunde Wink

Daß die Rassestandards von der FCI "gemacht" werden ist schonmal hahnebüchener Unsinn. Die FCI ist ein reines Verwaltungorgan, man könnte etwas böswillig auch "Schreibtischtäter" dazu sagen. Mit den Rassestandards der Hunde hat die FCI nur insoweit etwas zu tun, als sie - etwa wie ein Patentamt auch - die einzelnen Standards als solche anerkennt oder eben ablehnt! Und dabei gibt es ein ganz einfaches Regularium: Eine Rasse als solche zur offiziellen internationalen Anerkennung im Wirkungsbereich der FCI zu führen setzt voraus, daß dieselbe mit plausiblem Grund durch ein Mitglied der FCI eingebracht = vorgeschlagen wird. Es gebietet ebenso die Logik, daß die vorgeschlagene Rasse als solche bereits nationale Anerkennung erhalten hat. Dazu muß es einen nationalen Standard geben und den können nur ausgewiesene Fachleute erarbeiten - ein Herr Kieback gehört definitiv nicht dieser Personengruppe an. Er könnte bestenfalls Vorschläge unterbreiten doch das ist weder jetzt noch in absehbarer Zeit ein Thema. Zeit - das ist ein Kriterium welches eine Neuzüchtung von einer betrügerischen Bastardierung unterscheidet. Eine nationale Rasse kann logischerweise auch nur von dem Mitgliedsland zur Eintragung vorgeschlagen werden, in welchem diese Rasse ihren historischen Ursprung hat und wo also auch das wirkliche Zuchtbuch für diese Rasse geführt wird. Da es generell nur einen einzigen Nationalen Dachverband geben kann, ist auch nur dieser eine Nationale Dachverband als Mitglied in einem internationalen Dachverband, hier in der FCI, vertreten. Mit anderen Worten: Kein anderer Verein in Deutschland wird jemals eine Aufnahme in den internationalen Dachverband FCI finden denn alle diese sich großspurig als Dachverbände bezeichnenden Konstruktionen sind nichts anderes als plumpe Versuche ein weiteres Sammelbecken für eine begrenzte Gruppe von Massenproduzenten zu schaffen. Mit dem / den Dachverbänden kann man ja dann auch "Doppelausstellungen" ansetzen um so die Erträge zu steigern und zugleich auch zu splitten, was steuerlich durchaus relevant sein kann.

Um eine wirklich fundierte ordentliche züchterische Arbeit leisten zu können, bedarf es der Führung eines Zuchtbuches. Die Betonung liegt hier auf "eines" ! Dieses Zuchtbuch führt in Deutschland der VDH und niemand sonst. Das ist gut und richtig und soll auch so bleiben. Alle dem VDH angeschlossenen Vereine haben die Pflicht, die bei ihnen geführten Zuchtbücher jährlich einmal dem VDH zum Datenabgleich und Kontrolle vorzulegen. Zudem hat jedes Vereinsmitglied das verbriefte Recht, Einsicht in das Zuchtbuch nehmen zu dürfen.

Sämtliche anderen, nicht mit dem VDH zusammenarbeitenden Vereine, die eigene Zuchtbücher führen welche nicht von den Mitgliedern eingesehen werden können sind mindestens unseriös, wenn nicht kriminell und haben mit wirklicher Zucht nichts am Hut, da sie von Massenvermehrern zur Wahrung ihrer finanziellen Interessen gegründet und dominiert wurden und werden. Diese Leute verfügen über einen kynologischen Sachverstand auf dem Niveau eines ewigen Sitzenbleibers.

Niemand kann irgendetwas als "reinrassig" anerkennen, was real nicht existiert! Eine Rasse "Germanischer Bärenhund" gab und gibt es nicht, sie existiert einzig in der Fantasie einiger wenig Sachverstand beweisender Geschäftemacher. DAS ist die Wahrheit, sie entspricht nunmal den nackten Tatsachen auch wenn das so manchem Leser nicht gefallen mag. Eine Ahnentafel besagt überhaupt NICHTS über die Reinrassigkeit eines Hundes da diese Dinger reihenweise gefälscht bzw. mit vollkommen falschen Angaben erstellt werden. Reinrassigkeit kann nur auf einem Wege dokumentiert werden und dieser Weg führt über ein GEN-Labor. Dazu ist es allerdings erforderlich, daß es sich beim Testkandidaten um ein Tier einer vom FCI anerkannten wirklichen Rasse handelt. Nur dann gibt es ein genetisches Vergleichsprofil - fehlt das, existiert die Rasse eben nicht. Das tut mir leid für "Buck", aber da ist wirklich nichts das Papier wert auf dem es geschrieben steht! Es kann auch keine "international anerkannten Urgroßeltern" einer Rasse GBH geben weil es eine solche Rasse nicht gibt - wenn es denn so wäre, dann gehören diese Vorfahren entweder irgendwelchen anderen, wirklichen Rassen an und dann sind die Anhentafeleinträge einfach ge- oder verfälscht oder auch diese Einträge sind komplett erlogen und erstunken; also ganz so, wie das in Kreisen solcher Produzenten gängige Praxis ist.

Es gibt den Beruf des Uhrmachers - von dem des Urzüchters habe ich noch nie gehört! Wenn damit der Status des sogenannten "Erstzüchters" gemeint ist, ja, dann kommen wir wieder zum Ausgangspunkt: Ein Züchter, das ist der Herr Kieback nämlich wirklich nicht - er ist ein gewerbsmäßiger Hundeproduzent mit ausgeprägtem Geschäftssinn und gut gepflegtem Ego. Die von ihm hergestellten "Papiere" mögen durchaus dekorativ sein - einen darüberhinausgehenden Wert besitzen sie zum Glück aber nicht.

Wie schon ausgeführt, geht es nicht darum ob sich irgendwelche Vereine "grün" sind oder nicht sondern einzig darum, daß es nunmal nur ein Deutschland gibt und folglich nur einen einzigen Nationalen Dachverband geben kann! Dieser Verband ist der VHD und man muß ihn nicht lieben um seinen Status anzuerkennen. Dazu braucht es nur ein wenig aktivierten Brägen. Mit hin ist die Schlußfolgerung des Schreibers an Sinnlosigkeit kaum mehr zu überbieten denn der VDH hat einfach nichts was er anerkennen könnte! Selbst wenn er wöllte - es geht nicht weil es Irrsinn ist.
Ein Internationaler Dachverband rekrutiert sich einzig aus Nationalen Dachverbänden und es liegt in der Natur der Sache, daß es mehrere Internationale Dachverbände neben der FCI gibt! Allerdings gehört da kein IHV dazu denn der ist eben nur ein beliebiger freier Verein unter vielen anderen und damit weder ein nationaler noch gar ein internationaler Dachverband denn er führt eben kein Zuchtbuch, was diesen Ansprüchen gerecht werden könnte. Was die Qualität der Zuchtarbeit betrifft, so gibt es dafür nur ein einziges Kriterium: Den Züchter als solchen. Jeden einzelnen, unabhängig von einer Vereins- / Verbandszugehörigkeit, gemessen an der Qualität seines individuellen Handelns. Da finden sich Luschen auf allen Ebenen, auch im VDH, IHV und sonstwo noch. Ebenso finden sich ehrliche, gewissenhafte Hundefreunde, welche eine Paarung sehr gründlich planen und auch entsprechende Vorsorge bei der gesundheitlichen Abklärung und Überwachung der eigenen Rassehunde treiben.

Es gibt einige Gründe, die einen Züchter um den VDH bzw. um einen diesem angeschlossenen Verein einen großen Bogen machen lassen. Das, was von den missionierenden und überall anzutreffenden Nur-VDH-Fanatikern ins Feld geführt wird: die angeblich so strengen Zuchtbestimmungen des VDH, ist völliger Quatsch. Keinen wirklichen Züchter kann das beeindrucken, ganz im Gegenteil! Diese Bestimmungen sind trotz ihrer Laschheit nur geeignet um die Horde der Bastardierer und andere Qualzüchter außen vor zu halten. Gegen Massenvermehrer wird auch im VDH nicht wirklich effektiv vorgegangen, aber wenigstens werden sie nicht offiziell hofiert. Echte Züchter beeindrucken die VDH-Zuchtbestimmungen in keinster Weise denn sie legen selbst weitaus strengere Regeln an sich und an ihr Tun.
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