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Entwurmung der Zuchthündin
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Grus51
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Beitrag1/3, Verfasst am: 28.10.2016, 21:33   

Betreff:   Entwurmung der Zuchthündin
Zusatz:       Sinn oder Unsinn ?
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Auch hier gilt im übertragenen Sinne das gleiche, was von den willfährigen Handlangern der Chemieindustrie so unverholen zur "regelmäßigen inneren Reinwaschung der Welpen" gepredigt wird:
Achtung Ironie:
Die konsequente Sterilisierung der angehenden Mutterhündin ist Beleg für die Gewissenhaftigkeit bei der Erzeugung gesunder Welpen.


Ich gebe zu, daß das etwas überspitzt ist, was es ja auch sein soll, ohne damit wem auch immer zu nahe treten zu wollen.

Satire ist unumgänglich um auf Mißstände und Falschbetrachtungen hinzuweisen - freilich immer aus den Augen des jeweiligen Betrachters! Und so können andere Betrachter das ganz anders sehen und auch handhaben, etwa wenn sie die Zahl ihrer Tiere nicht mehr so ohne weiteres überschauen . . .

Leute dieses Schlages gibt es aber in unserem Umfeld glücklicherweise nicht mehr, weil wir uns konsequent von solchen Menschen distanziert bzw. getrennt haben.

Aus unserer Sicht als Kleinhundezüchter mit durchschnittlich nicht mehr als 1 Wurf p.a. können wir es uns leisten, der angehenden Mutter die chemische Keule zu ersparen. Wir setzen ganz bewußt darauf, daß die Föten erfahren was Endoparasiten sind, daß ihre körpereigene Abwehr in die Lage versetzt wird, mit den verschiedensten Untermietern fertigzuwerden. Wenn die Welpen dann erstmal zu saugen beginnen, werden sie auch auf diesem oralen Wege von den entsprechenden Quälgeistern bzw. deren Larven besiedelt. Das alles ist uns sehr wohl bewußt und wir pflegen in aller Brutalität die systematische Selbstinfizierung der Saugwelpen. So hat deren kleiner Körper sieben lange Wochen Zeit, sich mit seinen Untermietern auseinanderzusetzen ehe es die erste radikale Entwurmung gibt. Die sehen wir in der Tat als unumgänglich an da in der achten Woche die erste SHLPP Impfung vorgenommen wird und ein erhöhter Parasitenbefall könnte zu unvorhersehbaren Komplikationen bis hin zur Wirkungslosigkeit der Impfung führen.

Wie gesagt, es geht hier einzig um Endoparasiten! Äußerliches Ungeziefer haben unsere erwachsenen Hunde nicht. Sollte das allerdings mal auftreten, dann wird es ohne Wenn und Aber konsequent bekämpft. Doch das war in all den Jahren nie notwendig.

Unsere zwei Hündinnen werden jährlich entwurmt wenn es nötig erscheint. Eine Gravidität begründet aus unserer Sicht eine solche Notwendigkeit aber nicht.

Eigenartigerweise sind unsere Welpen bei der Abgabe und auch späterhin bei ihren neuen Besitzern noch nie durch Parasitenbefall in Erscheinung getreten. Tja, ich wundere mich schon lange wer wohl die wildlebenden Caniden so sorgsam mit allerlei Pharmaka beliefern möge, damit sie gesunde Welpen in die Welt setzen können?
Klar ist dort die Ausfallquote erheblich größer und das ist auch gut so denn es ist die natürliche Selektion, welche dafür sorgt, daß die Spezies als solche erhalten bleibt. Gesund erhalten bleibt!
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Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit, sie zu bekommen.
(Robert Lembke)
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Grus51
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Beitrag2/3, Verfasst am: 28.03.2018, 14:45   

Betreff:
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Eine Sache darf man aber nicht außer Acht lassen:

Wildlebende Caniden sind, wenn sie nicht vagabundieren, in einem nahezu riesigen Areal, was sie als ihr Revier betrachten, beheimatet. Eine so große Fläche reduziert die Gefahr permanenter Selbstkontaminierung ganz erheblich. Diese Möglichkeit ist bei einer Haltung in Menschenobhut nicht gegeben. Es ist also am Tierhalter / Züchter, die Ausläufe seiner Tiere entsprechend sauber zu halten. Bei einer Infektion etwa mit Giardien, die jederzeit durch Kontakt mit anderen Tieren oder deren Hinterlassenschaften bzw. durch intensives Beschnüffeln dieser Plätze, auch nachdem dort nichts mehr sichtbar liegt, vorkommen kann, gilt es die eigenen Ausläufe nach Abklingen der akuten Phase eine Zeit lang zu meiden und den Tieren andere, noch nicht genutzte Bereiche zuzuweisen. Die kontaminierten Flächen können vollständig desinfiziert werden wozu sich im einfachsten Falle normaler Kalk bzw. eine Kalkbrühe eignet.

Präventiv wie auch kurativ ist die Verfütterung von Karotten - natürlich bevorzugt in rohem Zustand und möglichst aus eigenem Anbau - als beste und in jedem Falle nebenwirkungsfreie Bekämpfung von Darmparasiten einer +/- sporadischen chemischen Keule vorzuziehen. Eine Einschränkung gibt es dennoch: Rein weiße Hunde lagern das Karotin in den Haaren an wodurch es zu einer Vergilbung bis hin zu blassem Orangeton kommt. Das ist nicht gefährlich nur ein Schönheitsmakel. Wer mit seinem Hund auf Ausstellungen geht muß das unbedingt beherzigen um kein Desaster zu erleben. Es dauert dann eben seine Zeit, bis die Verfärbung wieder restlos verschwunden ist.

Die Argumentation, daß rohe Möhren vom Hund nicht verdaut werden können und damit ungenutzt den Körper an der entgegengesetzten Seite wieder verlassen, unterstütze ich nicht! Jede Hitzeeinwirkung, wie sie beim Kochprozeß unvermeidbar ist, zerstört wichtige Inhaltsstoffe und seine diese auch noch so unscheinbar - Obst und Gemüse sollen immer roh gegeben werden denn nur diese Form der Darreichung nötigt dem Hund auch eine entsprechende Kauarbeit ab! Gerade weil der Darm eines Fleischfressers sehr kurz - im Verhältnis zu Pflanzenfressern - ist, kommt der Verweildauer im Rachenraum mit der dort erfolgenden mechanischen Zerkleinerung eine hohe Bedeutung bei.

Ein anderer Punkt ist weniger von ernährungsphysiologischer Sicht interessant: Es ist der Beschäftigungsfaktor! Auch kleine Hunde sind von der Ausstattung ihres "Waffenarsenals" durchaus in der Lage mit großen und größten Brocken fertigzuwerden - sie haben ja sonst nichts zu tun und tun sie dies, dann tun sie wenigstens etwas! So werden Geist und Muskulatur gefördert und ganz nebenher auch was für die Zahngesundheit / Maulhygiene getan.
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Beitrag3/3, Verfasst am: 21.04.2018, 16:52   

Betreff:
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Um es nochmal ganz unmißverständlich zu sagen:
Wer seine Welpen in 14-tägigem Abstand entwurmt tut ihnen nichts gutes sondern begeht systematische Körperverletzung.

Es ist von der Natur so angelegt und die jahrtausendelange Evolution hat nichts daran geändert, daß die Welpen durch ihre Mutter regelmäßig mit diversen Kostgängern infiziert werden. Nur auf diese Weise können die kleinen Körperchen lernen, mit den Quälgeistern selbst fertigzuwerden. Wenn dies grundsätzlich falsch wäre, dann hätte die Evolution mit absoluter Sicherheit eine Sperre im Blutkreislauf und erst recht eine solche vor den Milchdrüsen eingebaut!

Das aber ist nicht erfolgt sondern genau das ganze Gegenteil!

Aus dem Grunde wird sich eine "reingewaschene" Hündin auf dem schnellsten Wege wieder selbst soweit infizieren, daß sie ihrem Nachwuchs all das mit auf den Lebensweg geben kann, was er unbedingt braucht um gesund groß zu werden!

Achtung Ironie:
Gäbe es keine natürliche Kontaminierung mit Darmparasiten, dann hätte die Pharmaindustrie mit allergrößter Sicherheit entsprechende Parasiten als Schluckimpfung auf den Markt gebracht um diese dann in 14-tägigem Abstand mittels "Darmwäsche" auszuspülen!

So bescheuert das klingen mag - aber genau nach diesem Schema arbeitet die Branche . . .
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