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Sozialisation & Habituation
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Grus51
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Beitrag1/1, Verfasst am: 06.01.2017, 12:35   

Betreff:   Sozialisation & Habituation
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In unserer Zeit ist es eine der lächerlichsten Erscheinungen, daß Menschen aller Professionen zunehmend mit fremdländischem Vokabular um sich schmeißen, wohl in der Hoffnung dadurch ein profundes Wissen zu dokumentieren. Diese Hoffnung geht immer dann auf, wenn die sich angesprochen fühlen sollenden den Floskeln und Phrasen erliegen ohne selbige zu hinterfragen - natürlich zuerst bei dem der damit um sich schmeißt!

Das kann für so manchen "Schönredner" recht peinlich werden, zumal wenn dafür Sorge getragen wird, einen möglichst großen Zuhörerkreis zu schaffen. Der Hinterfrager muß es dazu nicht zwingend besser wissen - es genügt mit gesundem Mißtrauen bestimmte Begrifflichkeiten, an denen entsprechende Schlußfolgerungen scheinbar "gottgegeben" festgemacht werden, auf ihre konkrete, wissenschaftlich begründete Bedeutung zu hinterfragen. Es gilt die Binsenweisheit, daß der, der einen Sachverhalt nicht in seiner Muttersprache verständlich erklären kann, selbst von tuten und blasen keine Ahnung hat. Dabei ist es völlig unerheblich, ob und was derjenige wo auch immer in welchem Volumen publiziert hat; es sollte bekannt sein, daß Märchenbücher aller Genres zu allen Zeiten einen guten Absatz garantieren - vorausgesetzt sie sind gut = dem Zeitgeist angepaßt gemacht.

Dazu zählen selbstverständlich auch Bücher und Aufsätze über Hunde - geschrieben von Menschen die sich zum Teil dazu berufen fühlen, zu einem anderen Teil dazu gerufen werden was denen eine garantierte Einkommensquelle bedeutet und schließlich jene Truppenteile, die dank ihres Riechers die Chance wittern, auf simple Weise Kasse zu machen. Vertreter beider letztgenannten Gruppen wissen zumeist, wie ein Hund aussieht und was er wiegt . . .

Ein überaus häufig strapazierter Begriff in diesen Kreisen: "Sozialisierung"

Damit wird "erklärt", was und warum ein Welpe auf einen Staubsauger oder Menschenkinder oder auch beliebige andere Haustiere "sozialisiert" werden müsse und wann das zu geschehen habe. Diese selbsternannten Experten sind nicht selten so ganz nebenher als Hundetrainer oder gar tierpsychologische Berater gegen ein +/- kleines Salär tätig. DAS ist bittesehr weder illegal noch soll es als unanständig angeprangert werden! Nein, sich seine Brötchen zu verdienen ist jedem Menschen freigestellt, auch als Tiertrainer, wenn es das denn bringen soll.
Warum erwähne ich das dann so explizit?
Weil es einen direkten Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Tätigkeit bestimmter Personen und deren durch sie selbst publizierten "Erkenntnisse" gibt! Man kann das getrost mit dem treffenden deutschen Begriff der Bauernfängerei bezeichnen denn es ist auch eine unumstößliche Tatsache, daß
Achtung Ironie:
an jedem Morgen mindestens ein Dummer aufsteht und an der nächsten Straßenecke darauf wartet als Opfer gefunden zu werden.
Und es gibt sehr viele Straßenecken hierzulanden!



Mit dem Hinweis auf eine gute Sozialisierung behaupten gewisse Kreise, daß diese nur dann gelänge wenn der Welpe mit spätestens 8 Wochen an den neuen Besitzer übergeben werden müsse weil genau dann die Phase der Sozialisierung beginnen würde und mit 12 Wochen abgeschlossen sei. Züchter, welche diese Gesetzmäßigkeit mißachten, legen den Grundstein dafür, daß aus dem Welpen fortan ein Problemhund werde weil er sich nicht in sein neues Rudel integrieren könne. Deswegen solle der Käufer unbedingt darauf bestehen, den Welpen mit 8 Wochen zu übernehmen und danach sofort mit dem Kleinen regelmäßig eine Welpenspielstunde in der anerkannten Hundeschule belegen.
Wäre es nicht so unsäglich traurig, könnte man sich vor Lachen kaum mehr einkriegen!

Liebe Leser, machen Sie sich doch mal den Spaß und eruieren selbst, wieviele Hundewelpen alljährlich alleine in Deutschland verkauft werden, versuchen Sie dann herauszubekommne, in welchem Abgabealter diese Tiere den Besitzer wechseln und seit wann das so ist. Versuchen Sie auch mal herauszufinden, seit wann Hundeschulen und "Tierverhaltensberater" hierzulanden Hochkonjunktur haben. Suchen Sie auch mal nach einer Antwort auf die Frage, wieso es in Ländern wie z.B. der Schweiz grundsätzlich verboten ist, Hundewelpen unter vollendeter 12. Lebenswoche aus ihrem Familienverband zu nehmen, sie zu verscherbeln. Versuchen Sie bitte auch einmal, die Häufigkeit von "Unfällen mit Hund" zu erfassen und setzen Sie alle diese Werte in ein Verhältnis zu den Zahlen, die sie aus den Jahren 1950 bis 1977 erhalten haben. Ja, das ist der gleiche Zeitraum wie der, der seit dem Ende der DDR über das ehemals abgeschottete ostdeutsche Hundewesen verheerend hereingebrochen ist. Das meine ich weder sarkastisch noch bezogen auf die Menschheit sondern einzig auf die die es wirklich betrifft: die Hunde! Nicht unbedingt als Individuen sondern als Population eines begrenzten Territoriums.
_________________
Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit, sie zu bekommen.
(Robert Lembke)
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